Wo bleibt das Positive ?

Bilderklau ist unangenehm. Dennoch: dieses Phänomen nimmt im Umfang zwar zu, korrekte Bildnutzungen sind aber immer noch weitaus häufiger als solche, an denen etwas auszusetzen ist.

Es geht hier ja – wenigstens in der Hauptsache – um die Weiternutzung von Bildern aus der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Nun, meine Bilder sind bei Wikimedia Commons veröffentlicht (unter verschiedenen Benutzernamen), und sie stehen dadurch – mit anderen Medien wie Videos und Audiodateien – weltweit den Wikimedia-Projekten (wie z.B. der deutschen Wikipedia) zur Verfügung. Unter einer der dort üblichen Lizenzen, meistens unter der Creative-Commons-Lizenz CC-BY-SA 3.0. Das ist die dort bevorzugte Lizenz (s. “Verwendung” auf http://de.wikipedia.org/wiki/Wikimedia_Commons).

Und auf der eben genannten Seite heißt es dann “… allerdings darf auch sonst jedermann die Medien verwenden, kostenlos“. Und weiter: “… ohne Erlaubnis“; das ist aber nicht ganz korrekt. Denn: Es gibt ja eine Erlaubnis, nämlich die Lizenz. Man braucht also keine besondere oder individuelle Erlaubnis mehr, das ist schon richtig. Denn man hat die Erlaubnis bereits: durch die Lizenzierung.

Und tatsächlich – ist es nun ein Nebeneffekt der Lizenzierung “für Wikipedia” oder ist es beabsichtigt? – die Lizenzierung ist nichts anderes als eine allgemeine Nutzungslizenz für jedermann, die bestimmte Bedingungen enthält. Dies sind durchaus unterschiedliche Bedingungen, sonst würden ja den Urhebern auch nicht mehrere Lizenzen zur Auswahl angeboten, wenn Sie Ihre Medien bei Wikimedia Commons (oder z.B. der deutschen Wikipedia direkt) veröffentlichen wollen. Diese Lizenzen erlauben also bei Beachtung der Lizenzbedingungen die Weiternutzung der Medien: der Bilder, der Videos, der Audiodateien.

Viele Menschen halten sich an die Lizenzbedingungen. Bei all diesen Menschen, die verstanden haben, was die Lizenzierung bedeutet und die nicht der Gier und der “Ich, Ich, Ich”-Mentalität verfallen sind, bedanke ich mich.

Es sind ja immer Menschen, ich erwähnte es bereits an anderem Ort (im Nachtrag unten auf der verlinkten Seite), die hinter der Entscheidung, ob und wie ein Bild konkret genutzt wird, stehen.

Menschen machen Fehler, Menschen irren sich, sie können naiv sein – oder ignorant. Böswillig, geldgeil und/oder unverschämt. Liebenswürdig, freundlich, einsichtig. Und noch viel mehr.

Mancher denkt wirklich nur an sich – der Rest der Welt, die anderen (vielleicht ausserhalb eines engen “Wir”-Bereiches) interessieren nicht. Mancher versucht, einigermaßen anständig durch’s Leben zu gehen. Manche sind vielleicht sogar übermäßig um das Wohl der Anderen bemüht, und vernachlässigen sich selbst. Und wahrscheinlich hat jeder von all diesem etwas in sich selbst.

Nun hier soll ein Hand voll positiver Beispiele folgen, eines aus neuester Zeit als erstes:

Horst

Horst-Seehofer-Bild bei aero.de (Luftfahrtnachrichten, 30. März 2012)

Mein Dank gilt hier der Aviation Media & IT GmbH in Erlangen und den dort für die Veröffentlichungen auf http://www.aero.de Verantwortlichen.

Heinrich Bedford-Strohm

Heinrich Bedford-Strohm, Bild bei predigtpreis.de (3. Januar 2012 )

In diesem Fall gilt mein Dank dem Projekt PREDIGTPREIS des Verlags für die Deutsche Wirtschaft AG und natürlich kippconcept, Bonn (Konzeption und Gestaltung der Webseite) für die Übernahme meines Bildes in den Artikel auf http://www.predigtpreis.de.

Georg Kronawitter (Münchens Alt-OB), Bild bei neuperlach.org (15. Oktober 2011)

München. Aber anders. Ein Blog (http://www.neuperlach.org) von Thomas Irlbeck (Schriftsteller und EDV-Berater). Vielen Dank.

Immer wieder lesenswert, und ganz besonders dies: ‘Auf Wiederhören’ – die Polizei, dein Freund und Helfer – neuer Ärger auf der Baustelle – so was Ähnliches ist mir auch schon mal passiert, allerdings nicht in München.
In meinem Fall hatte das Pendant zum Bauarbeiter der Geschichte vom Plett-Zentrum – bei mir war es der Inhaber eines Schrottplatzes – die Polizei gerufen. Die kam, konnte dann aber nur feststellen, dass ich selbstverständlich von öffentlichem Grund aus nach Belieben fotografieren darf.

Als ich aber mal im Zentrum von München eine Baustelle – Abriss eines Parkhauses – fotografiert habe, haben mich die Bauarbeiter reingebeten und ich durfte mit auf den ‘Löschkorb’ von wo aus ein Arbeiter den Wasserschlauch zur Staubverminderung bediente. Ich konnte von da schöne Fotos machen. Sowas ist natürlich eigentlich nur erlaubt, wenn der Baustellen-Leiter sein OK gibt. Aber wenn er nicht da ist, ist die Entscheidung leicht. Habe ein paar Tage später ein paar Fotos als Dank abgeliefert.

[Alle Screenshots sind von heute, 12. April 2012, und – um keine Urheberrechte zu verletzen – teilweise ‘verpixelt’]

Auf lucan.de übernommen 21.08.2015/ml

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