Keine Kosten im Amtsgericht München

Heute vormittag im AG München – Registergericht – in der Infanteriestraße. Ein sehr erfreulicher Besuch, abgesehen mal von der obligatorischen Sicher­heits­kontrol­le am Eingang, die halt ein wenig lästig ist. Doch damit kann ich leben.

Der Sinn meines Besuches: Einblick ins Vereinsregister. Ohne Probleme bekam ich die Akte ausgehändigt und fand auch sofort das, was ich suchte: Die Ablichtung der Original-Satzung des Trägervereins Selbsthilfezentrum e.V. vom 17. Dezember 1985.

Ich hatte damals an der Gründung des Vereins mitgewirkt: ein monatelanger Prozess mit vielen Diskussionen. Ich glaube nicht, dass ich dabei einen wirklich wichtigen Beitrag geleistet habe, auch wenn mir das damals so vorkam. Zwar habe ich auch an der Formulierung der Satzung “mitgerungen”, aber – meine Notizen hierzu sind längst entsorgt – wo ich da unter Umständen meine Spuren hinterlassen habe, das kann ich heute nicht mehr sagen.

Ein freundlicher Mitarbeiter des Amtsgerichts hat die sechs Seiten der Satzung auf meine Bitte für mich kopiert. Er machte mich außerdem mehrmals darauf auf­merk­sam, dass die Satzung inzwischen wohl schon mehrfach geändert worden wäre. Das war mir aber egal, denn ich wollte ja genau diese, die Original-Satzung kopieren. Die hatte ich mit unterschrieben, aber nie eine Kopie für meine Akten bekommen.

Nun habe ich also “meine” Satzung, und das beste ist: Ich musste die sechs Kopien nicht bezahlen. Das war sehr nett und ich habe mich über diese Überraschung gefreut. So ist es, das bayerische Amtsgericht.

Nachtrag: In meinem Terminkalender von 1985 steht für den Abend des 17. Dezember: “FÖSS-Gründung”. Der Verein hat sich aber tatsächlich erst 1991 umbenannt in “Verein zur Förderung der Selbsthilfe und Selbstorganisation” FÖSS e.V. Aber da hatte ich mit dem Verein schon lange nichts mehr direkt zu tun.

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